reflections

Gedichte

Ich blicke in dein ruhendes Gesicht,
die dunklen Brauen zucken, du schläfst tief.
Ich weiß es ja, du pendelst zwischen Pflicht
und Liebe, so steht's in diesem Brief.

Wie wirst du dich entscheiden morgen früh,
Gewinner gibt es nicht, denn einer bleibt allein;
dein träumender Geist schwebt doch irgendwie
zwischen uns'rem Hier und Dort und Ja und Nein.

Ich lege meinen Arm um deine Seite,
du spürst die Wärme und du kennst die Frist
und hältst ihn fest. Ich denke an heute,
weil Mitternacht schon längst vorüber ist.

Ich stehe auf und packe meine Tasche,
weit fort von hier, da wartet man auf mich.
Ein Feuer wird entfacht aus heißer Asche,
die nassen Wangen sind nur äußerlich

Für Dich

Das letzte Riechen deiner Haut,
das letzte Hören deiner Stimme, so laut.
Es ist schon gar sehr lange her.
Kümmertest dich nicht um mein Belangen,
bist einfach so fortgegangen.
Bitte hilft mir jemand, ich kann nicht mehr.

Jetzt sitz ich allein hier im Hotelzimmer,
lausche meinem eigenen Gewimmer.
Ich wünsche mir deine Stimme zurück.
Die Unruhe in dir war immer zu groß,
die Fragen des Daseins ließen dich nicht los.
Immer auf der Suche nach Glück.

Mich hast du dabei völlig übersehn,
nein, ich werd es niemals verstehn.
Zuviel Schmerz in mir.
Ich möchte, dass du glücklich wirst,
und niemals deinen Weg verlierst.
Dieses Gedicht widme ich dir.
 Nackt sein
Du lässt mich abstreifen,
was ich mir tagtäglich
eher unwillig überstülpe.

Die Rollen schrumpfen
zu abgegriffenen Drehbüchern,
die kunstvollen Kostümierungen
werfen wir achtlos
in eine Ecke

und die Masken
legen wir aufs
Hutbrett bis morgen.

Bei dir bin ich nur Frau
und nackt und schön.
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30.8.07 21:32, kommentieren



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